Iguazu

Von Foz Do Iguazu habe ich die Wasserfälle besucht. Diese liegen auf der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien.

Die brasilianische Seite ist deutlich kleiner und übersichtlicher: Während einer zwei stündigen Wanderung konnte ich die 275 Wasserfälle gut vom weiten betrachten. Am Ende kam ich zur Teufelsschlucht, der größte Wasserfall, an den man durch eine Brücke ganz schön nah heran kommt.

Am nächsten Tag ging es dann auf die argentinische Seite, welche deutlich größer ist und man viel näher an den Wasserfällen dran ist.
Das Highlight war eindeutig der letzte Wasserfall, man steht mitten in der Schlucht des höchsten mit 82m.
Außerdem haben wir eine Speed-Boot Tour ganz nah an die Fälle machen können.

Itaipú

An der Grenze zwischen Paraguay und Brasilien befindet sich der Itaipù Staudamm, welcher bis 2006 noch das leistungsstärkste Staudamm der Welt war und dann von dem Drei-Schluchten-Damm in China abgelöst wurde.

An meinem ersten Tag in Foz do Iguazu, von wo aus ich in den kommenden Tagen die Wasserfälle besuchen werde, habe ich an einer Führung auf dem Gelände des Staudamms teilgenommen.

Das 1982 fertig gestellte Bauwerk umfasst 21 Turbinen zur Gewinnung von Strom, welcher zu 80% die Ansprüche Paraguays und zu 15% die Brasiliens abdeckt. Die Talsperre ist bis zu 196 Meter hoch (65 Stockwerke), es ist ziemlich beeindruckend besonders von der Geräusch Kulisse, wenn das Wasser von dort „herunterfällt“. Ich hatte nämlich Glück, an dem Tag an dem ich dort war war eine Lucke geöffnet, die den Stausee ein bisschen entleert, normalerweise sieht man wohl kein Wasser herunterfließen, denn das Wasser durch welches Strom erzeugt wird kommt unterhalb der Wasseroberfläche wieder zurück in den Kreislauf.

Zu nächst war ich ziemlich begeistert von diesem Projekt, dann habe ich jedoch erfahren, dass zum Bau nicht nur Umwelt zerstört wurde sondern auch unzählige Tiere getötet wurden oder ihr zu Hause verlohren haben, genauso wie die Ureinwohner dieses Gebietes. Der Bau dauerte ganze 12 Jahre, während denen eine große Menge Regenwald abgeholzt wurde sowie Wasserfälle dauerhaft überflutet werden mussten. Diese Information trügt mein Bild des Staudammes ein wenig.

Essen in Brasilien – so viel mehr wie nur Fleisch und Bohnen

Es heißt Sao Paulo sei die Stadt mit dem besten und vielfältigsten Essen Brasiliens. Mit meinen bisherigen Erfahrungen kann ich das nur bestätigen: Man findet alles (wirklich alles) an Essbaren: angefangen bei amerikanischen und mexikanischen Fastfoodketten, über chinesisch/japanische Sushi-Restaurants, Italiener, Grill-Restaurants, Buffets, brasilianische Restaurants bis zu Straßenständen und so vieles mehr.

Das Essen Brasiliens ist genauso wie seine Bevölkerung von vielen verschiedenen Nationalitäten und Einflüssen geprägt. Zunächst haben die Portugiesen und Spanier, afrikanische Sklaven, dann deutsche Flüchtlinge und japanische Einwanderer die nationalen Speisen des Landes beeinflusst.

Bevorzugt und über all zu finden essen die Brasilianer aber immer noch die heimischen Früchte sowie das typisch südamerikanische Gericht: Reis, Bohnen und Fleisch.

Hier kommt eine kleine Auswahl an typisch brasilianischem Essen:

Fußball in Brasilien

Die Brasilianer sind verrückt nach Fußball: gefühlt jeder spielt den Volkssport, alle gucken ihn fast täglich in Bars und Restaurants oder zu Hause und gut sind sie auch noch.

Kein Wunder also, dass es im Stadion von Sao Paulo ein (wirklich gutes und künstlerisches) Fußball-Museum gibt.

Das 7:1 gegen Deutschland während der WM 2014 ist eine Sache, auf die ich als Deutsch eigentlich immer angesprochen werde. Mit dem Zusatz, dass bei dem nächsten Spiel der beiden Länder natürlich Brasilien mit deutlichem Vorsprung gewinnen wird und wir nur Glück hatten, da der beste Spieler während diesem Spiel verletzt war.

Sao Paulo

Seit gut einer Woche bin ich jetzt schon in Sao Paulo, der größten Stadt auf der südlichen Erdhalbkugel.
Bekannt ist die 23 Millionen Metropole als wichtigstes Wirtschafts-, Finanz- und Kulturzentrum des Landes. Den wirtschaftlichen Schwerpunkt kann ich nur bestätigen, es gibt unglaublich viele Geschäftsleute auf den Straßen die von einem zum nächsten Meeting eilen, in Restaurant essen und nach der Arbeit in Bars gehen.

Viele Museen, Parks und Kultureinrichtungen wie Theater gibt es auch.
Ansonsten gibt es eher wenig in der Stadt zu sehen, die Architektur ist mit einigen künstlerischen Ausnahmen eher langweilig/normal.

Ilha Grande

Ich glaube ich habe das Paradies gefunden: Von Rio bin ich mit einem Bus und dann mit einem kleinen Boot auf die größte Insel Brasiliens gefahren – Ilha Grande.
Das Wetter war super, es gibt wunderbare Strände zum Entspannen aber auch für Sport, viele Wanderwege durch den üppig gewachsenen Wald und tolle Hostels und Restaurants.

Neben dem Entspannen am Strand und dem Erkunden der Insel zu Fuß (auf der ganzen Insel sind keine motorisierten Transportmittel erlaubt) oder per Boot war ich tauchen.
Eine super Erfahrung die mir aber auch ein bisschen Angst gemacht hat – neben dem Gefühl schwerelos zu sein und der beeindruckenden Natur fühl es sich nämlich auch ganz schon beengt an und das atmen ist auch so eine Sache für sich.  Aber nach einiger Zeit hatte ich mich daran gewöhnt, nicht zu letzt da ich einen super Guide hatte, der des weiteren tolle Fotos gemacht hat und mich auf alle möglichen Tiere aufmerksam gemacht hat: So habe ich viele Fische, Schildkröten, einen Rochen, Seepferdchen und Seesterne gesehen.

Auf der Insel ist dann (wahrscheinlich wegen der Wärme) mein Handy kaputt gegangen. Das heißt ich bin erstmal nicht über WhatsApp zu erreichen.

Rio – die Stadt der Touristen und Homosexuellen

Das Stadtbild der Metropole ist anders als gedacht nicht nur von hohen Häusern und dem Strand geprägt sondern auch von vielen Parks und den umgebenden Bergen – welche größtenteils üppig bewachsen sind. Verwunderlich war für mich auch, direkt an die Stadt ein Nationalpark anschließt und man auf alle möglichen Berge klettern/Wandern kann.

So bin ich mit einer kleinen Gruppe an Holländern, Australiern und Brasilianern den Berg „Dois Irmanos“ (2 Brüder) hinaufgewandert. Das war ein tolles Erlebnis denn der Weg fängt mitten in einer (der sichersten) Favelas an. Dort sind wir mit einem Motorrad-Taxi hingekommen. Von der Spitze des Berges könnte man dann über den Ipanema Strand und einen großen Teil der Stadt schauen.

Außerdem bin ich einen Teil des „Pao de Açucar“ (Zuckerhut) herauf gewandert. Dabei bin ich nicht nur auf viele Familien Sondern auch auf super niedliche kleine Affen getroffen. Um dann den bekannten nett zu erreichen habe ich eine Gondel genommen.

Aber natürlich ist eine so große Stadt wie Rio nicht nur grün, im Zentrum wird nachts ordentlich gefeiert. Und dabei ist es komplett egal ob man Brasilianer, Ausländer, alt oder jung ist. Alle treffen sich in Stadtviertel Lapa und teilen ein paar Bier und Caipirinha auf der Straße bevor es in einen Clup oder eine Bar geht.

Und immer dabei: ein Caipirinha

Nach dem feiern wird dann normalerweise am Strand entspannt. Und in Rio ist wirkich für jeden etwas zu finden: entweder geht man nach Copacabana wo Sportaktivitaten, Musik und Alkohol genossen werden oder aber nach Ipanema wo man Abschnitte für Jugendliche, Familien, Schwule und Frauen findet. Ich glaube ich habe noch nie so viele homosexuelle auf einem so kleinen Raum wie dem Posto 9 in Ipanema gesehen. Und anders als zum Beispiel noch in Peru oder auch Chile wird niemand diskriminiert oder angegriffen.

Natürlich habe ich auch einige Sehenswürdigkeiten in der Stadt Rios mitgenommen. So zum Beispiel die „Escalaria Selarón“ (bunte Treppen des Künstlers Selarón), das einzigste Äquadukt welches heute als Brücke dient und eine sehr spezielle Kirche.

Was mich sehr verwundert hat ist, dass zwar kaum jemand in Rio Englisch spricht, dafür sind aber alle Schilder, Menü Karten und Ansagen in der U-bahn auf Portugiesisch, Spanisch und Englisch sind. Ein Zeichen dafür wie viele internationale Touristen nach Rio kommen, besonders nach den Sportereignissen der vergangenen Jahre.

Morro Dois Irmáos

Am Ende des Ipanema Strandes ragt eine kleine Gebiergskette hervor. Der Form der Gipfel zu verdanken wird dies „Dois Irmános“ (zwei Brüder) genannt.

Am Freitag wollte ich dann mit zwei Niederländern dort hinaufwandern. Der Plan klang einfach: Ein Taxi bis zum Anfang der Favela, welche dort ist, nehmen und dann mit einem Moto-Taxi bis zum Eingang fahren. Letz endlich noch ein bisschen den Berg hochlaufen und fertig.

Wie so oft aber klappte das natürlich nicht, das Taxi konnte nicht zu dem Punkt fahren wo wir hin wollten, da die Straße gesperrt war. Darum wollten wir dort hinlaufen, dabei den richtigen weg zu finden haben wir einen Australier und einen Brasilianer getroffen, welche das gleiche Problem hatten. Mit der Hilfe des Brasilianers haben wir dann aber noch den Abfahrtpunkt der Motorrad-Taxis gefunden und eben so eins den Berg hinauf genommen – was echt gut war, da die Straße ziemlich steil wurde.
Und wir im Nachhinein noch gut 1,5 Stunden den Berg herauf wandern mussten – in der Mittagshitze. Neben dem tollen Aussicht von der Spitze wurden wir mit einem Trail durch ein Regenwald ähnlichen Wald sowie mit dem Sehen von Affen und bunte Vögeln belohnt.

Auf dem Aussichtspunkt haben wir noch weitere super coole Leute getroffen, welche unsere Gruppe zum auschecken des brasilianischen Nachtlebens komplett gemacht hat.

Buenos Aires 3.0

Das vergangene Wochenende bin ich zum dritten Mal nach Buenos Aires gefahren, da am Mittwoch von hier mein Flug nach Brasilien geht.
Ich wollte unbedingt noch einmal am Sonntag auf den San Telmo Markt gehen, wo Leute alle möglichen (Handgefertigten) Sachen verkaufen. Und es hat sich gelohnt – ich habe so einiges gekauft…

Am Montag war dann auch hier der Tag der Arbeit (1. Mai) und auch hier haben deshalb alle frei, beziehungsweise (aus der Sicht eines Touristen) hat alles geschlossen.
Deshalb bin ich mit ein paar Leuten, die ich bei meinen letzten Aufenhalten kennengelernt habe und die hier in der Stadt studieren oder arbeiten, raus aus der Stadt gefahren – zu einem super schönen Park mit Strand und vielen Sport Möglichkeiten.

Eine touristische Sehenswürdigkeit mehr habe ich mir dann doch noch angeguckt: Ein altes Theater welches zu einem Buchladen umfunktioniert wurde.

 

Und natürlich war ich auch wieder ein bisschen feiern, denn Buenos Aires hat eines der besten Nightlifes Südamerikas.